Aktuell stellt der Bund ausgewählten Kommunen Fördergelder für innovative Projekte im Sportstättenbau bereit.
Bei Antragsstellungen und der Erläuterung des Förderprogramms ist unser Team gerne behilflich.
Aktuell stellt der Bund ausgewählten Kommunen Fördergelder für innovative Projekte im Sportstättenbau bereit.
Bei Antragsstellungen und der Erläuterung des Förderprogramms ist unser Team gerne behilflich.
Die Sportentwicklungsplanung in Berlins einwohnerstärkstem Bezirk schreitet weiter voran. Für Beteiligungsprozesse ist eine intensive Pressearbeit als Unterstützung sehr wichtig. Wir freuen uns über eine breite Medienberichterstattung der Berliner Presse. Herzlichen Dank!
http://www.abendblatt-berlin.de/2018/10/07/pankow-plant-seine-sportliche-zukunft/
Informationen und Anmeldungen unter: https://www.urbansport.berlin/
Sport und Bewegung gewinnen für unsere Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Bei einer zukunftsorientierten und bedarfsgerechten Planung sind dabei neben den Bedürfnissen der Sportvereine und Schulen auch die Interessen des vereinsungebundenen Sports zu berücksichtigen. Städtische Freiräume und Grünanlagen rücken beim Ansatz einer ganzheitlichen Gesundheitsförderung zunehmend ins Zentrum der Planung. Auf Grundlage einer INSPO-Planung zeigt die Stadt Rosbach innovative Lösungswege auf:
Die Sportstätten in Ober- und Nieder-Rosbach sollen zusammengelegt werden: Die AG Sportstätten schlägt eine zentrale Einheit hinter der Kapersburgschule vor. Die große Frage: Was kommt alles dorthin?
Als Thomas Alber vor sechs Jahren in den Bürgermeisterwahlkampf zog, machte er mit seiner Vision einer »Sportstadt Rosbach« von sich reden. Ende 2018 wird diese ein Stück weit konkreter: Alber wirbt für ein Sportzentrum an der Kapersburgschule, auf dessen Plätzen Fußball und Tennis gespielt wird, wo Leichtathleten ihre Runden drehen, Schüler in einer neuen Halle turnen und die Rosbacher im Grünen spazieren gehen.
»Ich werde jetzt bei Magistrat und Stadtverordneten für einen ökologischen Natur- und Bewegungsraum werben, der die Menschen zusammenbringt und eine grüne Lunge im Norden der Stadt darstellt«, sagt Alber nach dem Beschluss der Sportstätten-AG, sich für die zentrale Variante, ein Sportzentrum an der B 455, auszusprechen. Die AG, bestehend aus den fünf größten Rosbacher Sportvereinen (vertreten durch Bürgermeisterkandidat Christoph Käding/FC Ober-Rosbach, Ralf Meier/Karateverein, Edgar Merten/SV 98, Wolfgang Lingenau, Hans Gornik/SG Rodheim und Timo Becker/TG Ober-Rosbach) sowie Bürgermeister Thomas Alber und den Stadträten Stephan Schmidthals (CDU) und Herbert See (SPD), habe sich für die Entwicklung der bestehenden Sportstätten aus Ober- und Nieder-Rosbach hin zu einer gemeinsamen, zentralen Einheit ausgesprochen, heißt es in einer Pressemitteilung des Rathauschefs. Zuletzt hätten sich auch die Mitglieder der betroffenen Vereine sowie die Leitung der Kapersburgschule von dieser Variante überzeugen lassen.
Alber dankte den AG-Vertretern für die intensive Arbeit der vergangenen beiden Jahre: »Ich habe eine solch vorbildlich konstruktive Kooperation von Vereinsvertretern noch selten erlebt und bin begeistert, dass die Vereine diese Entwicklungschance nutzen möchten.«
Vorschlag: Eisenkrain abreißen
Über einen Sportentwicklungsplan war in Rosbach bereits 2014 gesprochen worden. Damals hatte sich die Mehrheit im Parlament noch geweigert, Geld für Albers Pläne in die Hand zu nehmen. 2017 war es dann so weit: Das Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam nahm seine Arbeit auf (Auftragsvolumen: 39 000 Euro), befragte 4000 repräsentativ ausgewählte Bürger nach ihren sportlichen Präferenzen. Auch Vereine, Schulen und Kitas waren eingebunden. Erkenntnisse unter anderen: 82 Prozent der Rosbacher und Rodheimer treiben Sport, fast die Hälfte der 12 700 Einwohner ist Mitglied in einem der örtlichen Sportvereine. Es braucht demnach ausreichend Platz für Bewegung: Sowohl für den Schul- als auch den Vereinssport sei ein Mehrbedarf an Sporthallenflächen von ca. zwei Anlageneinheiten (sprich: eine Zwei-Feld-Halle) festgestellt worden. Eine neue Halle könnte ebenso hinter der Kapersburgschule entstehen wie neue Rasen- und Kunstrasenplätze – als Ersatz für das Sportgelände Nieder-Rosbach, auf dem Häuser gebaut werden sollen. Auch Tennisplätze, Reitsportanlage, Skaterbahn oder Outdoor-Sportgeräte könnten ihren Platz an der B 455 haben, schwebt der AG vor. Alber spricht von einem großen »Natur- und Bewegungspark« – über den im Bürgermeisterwahlkampf trefflich gestritten werden dürfte.
Am 16. Oktober soll der vollständige, 180 Seiten starke Bericht zur Sportentwicklungsplanung den Fraktionen vorgestellt werden. Danach wird er in der Stadtverordnetenversammlung behandelt. Spätestens dann wird sich auch entscheiden, ob sich die Politik dem Vorschlag der AG anschließt, die Sporthalle Eisenkrain abzureißen. Deren Sanierung würde alleine gut vier Millionen Euro kosten. Für das Geld könnte man an der Kapersburgschule gleich eine neue Halle bauen, so die Überlegung.
Wetterauer Zeitung vom 04. Oktober 2018, David Heßler
Bezirk lässt eine Integrierte Sportentwicklungsplanung erarbeiten
Wie sportlich sind die Pankower? Wo treiben sie Sport? Welche Sportangebote sollte es künftig geben?
Diese Fragen sollen beantwortet werden. Und zwar erstmals wissenschaftlich analysiert und aufgearbeitet. Das Bezirksamt lässt eine „Integrierte Sportentwicklungsplanung“ erarbeiten. Als Partner konnte das Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam gewonnen werden.
Sportentwicklungsplanungen gab es in Pankow bereits. 2006 wurde eine erste beschlossen. „Umgesetzt wurde davon kaum etwas“, berichtet Carsten Maaß, der Präsident des Bezirkssportbundes. Es fehlte schlicht das Geld für Investitionen. Ein paar Jahre später wurde eine weitere Planung in Auftrag gegeben. Aber die ist noch nicht einmal verabschiedet worden.
Diesmal soll es gelingen. „Deshalb haben wir uns Wissenschaftler an die Seite geholt“, erklärt der zuständige Stadtrat Torsten Kühne (CDU). Der neue Sportentwicklungsplan soll zur Grundlage für Investitionen werden. Berlin habe jetzt Geld dafür. Und wenn zum Beispiel Fördermittel zur Verfügung stehen, will Pankow gleich Projekte benennen können, so Kühne. „Neben dem organisierten Vereinssport gibt es immer mehr nicht organisierten Sport. Das hängt mit neuem Freizeitverhalten und Trendsportarten zusammen.“ Während dem organisierten Sport Hallen und Plätze zur Verfügung stehen, gibt es für den nicht organisierten nur wenige öffentliche Angebote. Diese könnten zum Beispiel in Grünanlagen entstehen. In die Sportentwicklungsplanung sollen auch Gesundheitsaspekte, Fragen der Jugendpolitik und städtebauliche Aspekte einfließen.
Bevor geplant wird, findet zunächst eine Analyse statt, erklärt Prof. Dr. Michael Barsuhn vom INSPO. Aus diesem Grund werden in diesen Tagen über 9000 zufällig ausgewählte Pankower in allen 13 Ortsteilen angeschrieben. Sie erhalten einen Fragebogen zu ihrem Sport- und Bewegungsverhalten. „Wir bitten alle ausgewählten Pankower, sich zu beteiligen“, sagt Prof. Barsuhn. „So können wir einen Überblick über die aktuelle Situation erhalten und im Interesse aller Pankower Empfehlungen geben.“ Ende 2019 soll der Integrierte Sportentwicklungsplan vorliegen. Carsten Maaß: „Wir hoffen, dass dann möglichst viel umgesetzt werden kann und die Planung auch fortgeschrieben wird. Denn Pankow wächst stetig weiter.“
Berliner Woche vom 01. Oktober 2018, Bernd Wähner
Prof. Dr. Horst Hübner, einer der profundesten Kenner der Sportentwicklungsplanung in Deutschland, wird in den Ruhestand verabschiedet. Das INSPO bedankt sich für viele inspirierende Gespräche und verneigt sich vor der Lebensleistung vom Kollegen Professor Hübner.
Wuppertal. Für Prof. Dr. Horst Hübner endet am 1. Oktober 2018 seine offizielle Dienstzeit an der Bergischen Universität. Kolleginnen und Kollegen, Rektor Prof. Dr. Lambert Koch sowie das Dekanat der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften, die Fachschaftsvertretung und viele seiner Weggefährten innerhalb und außerhalb der Hochschule verabschiedeten den Wuppertaler Sportwissenschaftler.
Seinen Ruf auf die Professur für Sportsoziologie erhielt Hübner 1995. In den folgenden 23 Jahren hat er sich sowohl in Forschung und Lehre als auch in der Selbstverwaltung engagiert. In unterschiedlichen Rollen – u. a. als Prodekan und Dekan, als Mitglied des Fachbereichsrates und Fachsprecher – hat er die Entwicklung von der Gesamthochschule zur Universität begleitet und mitgestaltet. Zudem war er zwei Jahrzehnte lang Sprecher der Wuppertaler Verbandsgruppe der Professorinnen und Professoren im Deutschen Hochschulverband.
In der Lehre war Prof. Dr. Hübner federführend an der Konzeption des Bachelor-Studiengangs Sportwissenschaft beteiligt – sowohl als Zuständiger für die Akkreditierungen als auch als Vorsitzender des Fachprüfungsausschusses. Er betreute mehrere hundert Examens- und Abschlussarbeiten und war auch mit Blick auf Prüfungen sehr beliebt bei den Studierenden.
In der Forschung baute Prof. Dr. Hübner zwei Einrichtungen auf und etablierte sie als deutschlandweit führend. An der Forschungsstelle Kommunale Sportentwicklungsplanung wurden Drittmittelprojekte mit rund 40 Groß- und Kleinstädten aus sechs Bundesländern durchgeführt. Der Fokus lag auf der Weiterentwicklung des Sportes und der Sportstätteninfrastruktur. Auch in der Beratung von Sportverbänden, Landes- und Bundesministerien war die Forschungsstelle aktiv. Studien zum schulischen und schulsportlichen Unfallgeschehen standen dagegen im Zentrum der Einrichtung „Mehr Sicherheit im Schulsport“. „Unsere Entwicklung innovativer Untersuchungsmethoden hat dazu geführt, dass heute ein empirisch fundiertes Verständnis der Verletzungsursachen und Unfallfaktoren vorliegt“, sagt Prof. Dr. Hübner. „Zudem haben wir entsprechende Handlungskonzepte und Präventionsmaßnahmen entwickelt, implementiert und evaluiert – gemeinsam mit Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung, Schulaufsichtsinstanzen und mehreren hundert Schulen.“
Diese Arbeit wird ihn auch während der kommende Jahre noch beschäftigen. Prof. Dr. Hübner plant, noch einige Kommunen bei ihrer Sportentwicklungsplanung zu beraten sowie die bald startende deutschlandweite Präventionsinitiative „Mehr Sicherheit und Gesundheit im und durch Schulsport“ wissenschaftlich zu begleiten. Weitere Schwerpunkte liegen ganz klar auf seiner Familie, dem Reisen und Musizieren.
Wuppertaler Rundschau vom 28.09.2018
Quelle/ URL: http://www.wuppertaler-rundschau.de/sport-anreisser/abschied-von-der-uni-aid-1.7653250
Pankow will „innovative“ Sportstätten. Laut offizieller Analyse fehlen dem Bezirk rund 12 Prozent Sporthallen und sogar 25 Prozent offene Sportplätze. Doch die Flächen sind knapp. Deshalb geht der Bezirk nun neue Wege: Er holt sich wissenschaftliche Hilfe. So will Pankow die knappen Ressourcen bei der Fortschreibung des Sportentwicklungsplans (SEP) durch „innovative Lösungen“ besser ausnutzen, wie der zuständige Bezirksstadtrat Torsten Kühne (CDU) sagt. Die Sportstätten sollen dabei an die „konkreten Bedürfnisse“ der Bevölkerung angepasst werden.
9000 zufällig ausgewählte Pankower bekommen deshalb einen Fragebogen zu ihrem Sport- und Bewegungsverhalten. Die Antworten lässt das Bezirksamt durch das Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam wissenschaftlich analysieren. Projektleiter Michael Barsuhn vom INSPO will durch die zufällige Befragung vor allem dem Umstand Rechnung tragen, dass immer mehr Menschen unorganisiert Sport treiben – er spricht von rund 60 Prozent, die zum Beispiel im Park joggen oder Rad fahren. „Deshalb müssen Stadtentwicklung und Sport zusammengedacht werden.“
Dabei sollen nicht nur neue Standorte gesucht, sondern auch die rund 150 existierenden Sportanlagen im Bezirk durch die INSPO-Fachleute auf ihr Entwicklungspotenzial überprüft werden. Neben Bürgern und klassischen Sportvereinen sollen auch Schulen, Kitas, Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen oder Familien- und Nachbarschaftszentren Nutzungswünsche äußern dürfen. Dafür gibt es eine parallele Online-Befragung. Auf dieser Datenbasis soll das INSPO wissenschaftliche Handlungsempfehlungen für den Bezirk erarbeiten. Die wiederum sollen anschließend final in öffentlichen Workshops von Politikern, Experten und BürgerInnen diskutiert werden. Ende 2019 sollen schließlich der Sportentwicklungsplan aufgestellt und Baumaßnahmen in der Investitionsplanung angemeldet werden.
Und wie könnten nun die ominösen „innovativen Lösungen“ aussehen, die auch Barsuhn angesichts des Flächenmangels in Pankow für notwendig hält? Kühne schwebt etwa die Überdachung von Sportfeldern „mit leichten Aufbauten“ vor, die eine fast ganzjährige Nutzung ermögliche. Barsuhn verweist auf Lübeck. Dort werde gerade „ein abgewrackter Sportplatz saniert und drumherum ein Areal mit verschiedene Belägen und Geräten zur Bewegungsanregung geschaffen“. So entstehe auf kleiner Fläche eine Art Sportpark – ein Bürgersportpark quasi.
Tagesspiegel vom 20.09.2018, Christian Hönicke
Quelle/ URL: https://leute.tagesspiegel.de/pankow/sportler/2018/09/20/56785/
Pankow erforscht die Vorlieben seiner Sportler
Mütter, die hinter ihren Kinderwagen herlaufen, Studenten, die an Klettergerüsten Klimmzüge vollführen, Fußballmannschaften unter Flutlichtmasten, Rentner auf dem Tennisrasen – der Sport in Pankow hat viele Facetten. So weit, so offensichtlich. Aber was Menschen dazu bringt, sich in Bewegung zu setzen und was sie sich für die Zukunft der körperlichen Ertüchtigung wünschen, das hat noch niemand wissenschaftlich erforscht. Bis jetzt.
Sportstadtrat Torsten Kühne (CDU) hat 9000 Briefe signiert, die in den nächsten Tagen überall in den Kiezen zwischen Buch und dem Bötzow-Viertel in den Briefkästen landen werden. Es sind 9000 zufällig ausgewählte Adressaten unterschiedlichen Alters, die auf vier Seiten Kreuze setzen dürfen.
Warum sind Bürger sportlich aktiv? Wie lange dauern ihre Übungseinheiten? Welche Sportangebote werden vermisst? Kühne will als erster Stadtrat in Berlin wissen: „Wie tickt unser Bezirk beim Sport tatsächlich?“ Wer den Fragenkatalog durcharbeitet und kostenlos zurückschickt, hat eine Chance, die Zukunft nach seinen Vorstellungen mitzuprägen. Schon jetzt ist klar: Klassischer Freizeitsport im Verein ist nur noch eine Spielart unter vielen. Das Fitnessstudio, die Kraftsportanlage im Stadtpark – dort ist längst zu beobachten, was Professor Michael Barsuhn als „unorganisierten Sport“ bezeichnet. Vor allem Jüngere trimmen sich gerne, wann und wo es ihnen beliebt.
Barsuhn forscht am Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam und will mit seinem Team dafür für ein lebensechtes Abbild der Sportlandschaft in Pankow sorgen. Die Wünsche eines Rentners aus Wilhelmsruh sollen dabei nicht weniger gelten als die eines Kindes aus Prenzlauer Berg. Mit Hilfe von Algorithmen berechnen die Forscher aus allen 9000 Fragebögen und den Befragungen an Schulen, Kindergärten und den Pankower Vereinen die Fakten.
„Die letzte Analyse des Zustands der Sportanlagen stammen aus den 90er-Jahren. Manche der Plätze von damals sind inzwischen zugewuchert und keinem Sportler mehr zuzumuten“, gibt der Professor ein Beispiel für die Wichtigkeit einer modernen Analyse. Er meint: „Im Digitalzeitalter brauchen wir jetzt eine neue Datenbasis.“
Dass Pankow dieses Pilotprojekt starten konnte, liegt an einer Entscheidung der Bezirksverordneten. Sie ließen im aktuellen Haushalt 80.000 Euro reservieren, um das in Berlin einmalige Vorhaben anzuschieben. Zustimmung dafür gibt es vom Bezirkssportbund. Gerade in Zeiten, da viel Geld für den Neubau von Sporthallen ausgegeben wird, hält es der Vorsitzende Carsten Maaß für wichtig, den Bedarf richtig einzuschätzen. „Es gibt in Pankow nur noch wenig Platz. Und wir müssen ihn richtig nutzen.“
Wenn Ende 2020 die Ergebnisse der Befragung vorliegen, fängt die sportliche Herausforderung für den Bezirk erst richtig an. Ziel ist die Ausarbeitung eines Sportentwicklungsplans, der möglichst viel von den Wünschen der so verschiedenen Menschen in Pankow erfüllen soll.
Und vielleicht trimmen sich schon im nächsten Jahrzehnt die Mütter mit ihren Kinderwagen, die Studenten an ihren Klettergerüsten, die Senioren mit Tennisschlägern und die Fußballer an einem maßgeschneiderten Ort.
Berliner Morgenpost vom 21.09.2018, Thomas Schubert
Schmotz: „Machen Sie mit“
Noch eine Woche haben die Stendaler Zeit, den Fragebogen in Sachen Sportentwicklung zurückzuschicken. Prof. Dr. Michael Barsuhn vom Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (Inspo) an der Sport-Fachhochschule Potsdam und Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz hoffen sehr, dass viele Hansestädter mitmachen.
Noch bis Freitag, 14. September, ist dafür Zeit.
Wie berichtet, waren 4000 Stendaler Haushalte zufällig ausgewählt worden, die einen Fragebogen samt Freiumschlag für die Rücksendung erhalten haben. Anhand der Angaben will das Sport-Institut ermitteln, was Stendal an Sportmöglichkeiten zu bieten hat, wo es Mängel wie fehlende Hallen oder Anlagen gibt und was noch gebraucht wird. Ziel ist eine Handlungsempfehlung. Dabei haben die Initiatoren nicht nur den Vereinssport, sondern auch die Privaten im Fokus, die beispielsweise gern joggen oder Radfahren.
Insgesamt stehen auf dem Bogen 30 Fragen zu Sportanlagen und -angeboten in der Rolandstadt und dazu, wie die Stendaler persönlich aktiv sind und was ihnen dabei fehlt. Die Sportplanung müsse sich an den Bedürfnissen der Bürger orientieren, betont Klaus Schmotz, der nochmals für eine rege Teilnahme an der Umfrage wirbt: „Machen Sie mit!“ Die Sportentwicklungsplanung kostet bis zu 50 000 Euro und wurde von der Stadt Stendal beim Inspo in Auftrag gegeben.
az-online.de vom 08.09.2018
Quelle/ URL: https://www.az-online.de/altmark/stendal/schmotz-machen-mit-10223352.html
Wissenschaftler der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam haben herausgefunden, dass die Greifswalder eine hohe Aktivitätsquote haben. Sie raten der Stadt, deutlich in neue und alte Sportstätten zu investieren.
Greifwald. Radfahren, Fitnesstraining, Joggen und Fußball: Die Greifswalder sind im deutschlandweiten Vergleich echte Sportskanonen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler vom Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam.
Das Institut wurde von der Hansestadt beauftragt, eine Sportentwicklungsplanung zu erarbeiten. „Sie soll zum Leitfaden für die nächsten zehn Jahre werden“, sagt Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne). Die letzte stammt aus dem Jahre 1992. Die neue Studie der Forscher legt aber ebenso offen: Will die Stadt den Bedürfnissen ihrer Einwohner Rechnung tragen, muss sie dringend in Sportanlagen investieren. Das schließt sowohl Werterhaltung als auch Neubauten ein, wie eine Analyse vorhandener Gebäude und Plätze ergab.
Denn Fakt ist: „Die Greifswalder haben – vom Kind bis zum Senior – wirklich eine hohe Aktivitätsquote“, konstatiert Sportwissenschaftler Prof. Jürgen Rode in einer ersten Zwischenbilanz. Diese Einschätzung basiert auf einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung, an der im Frühjahr 1555 Menschen teilnahmen. 23 Prozent der Befragten seien in Sportvereinen aktiv. „Da sich sehr große Vereine beteiligt haben, können wir damit zwei Drittel aller Vereinsmitglieder in Greifswald abbilden“, verdeutlicht Rode.
Auffallend: Die einst klassischen Motive für sportliche Aktivität wie Erfolg, Wettkampf und Leistung werden durch körperliches Wohlbefinden, Gesundheit und Spaß abgelöst. 81 Prozent der Umfrageteilnehmer führen die Gesundheit ins Feld, wenn es um die Frage geht, weshalb sie ihre Turnschuhe schnüren. Ein deutschlandweiter Trend, so Rode, der auf fast zeitgleiche Befragungen in acht Bundesländern verweist: Das Institut kann aktuell auf vergleichbare Daten von 14.500 Menschen zurückgreifen.
Allerdings gehe der Wille, dem Körper etwas Gutes zu tun, noch nicht mit der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) konform. Demnach müssen wir mindestens 150 Minuten pro Woche moderat schwitzen, soll sich die Aktivität tatsächlich positiv auswirken. Eine gesundheitsrelevante Belastung erreichen aber nur 49 Prozent der Greifswalder Umfrageteilnehmer. „Das wiederum ist bundesdeutscher Durchschnitt“, sagt Rode. Nach seiner Auffassung spreche vieles für eine Vereinsmitgliedschaft, „weil sich die Aktiven dann bewegungsorientierter verhalten“. Mit anderen Worten: In der Zukunft gehe es nicht mehr nur um eine Aktivität schlechthin, sondern zunehmend auch um einen höheren Belastungsumfang.
Spannend auch: Die Sport- und Bewegungsaktivitäten der Greifswalder finden überwiegend im Wald und in Parkanlagen, auf Straßen und Radwegen statt. „Orte, die nicht für den Sport gebaut wurden, sind damit am wichtigsten. Deshalb sollte Greifswald überlegen, wie diese weiter aufzuwerten sind“, empfiehlt Rode und verweist zugleich auf die Wünsche der Greifswalder: Demnach landet der Bau weiterer Radwege auf Platz 1, gefolgt vom Ausbau wohnortnaher Spiel- und Sportgelegenheiten und der Modernisierung von Sporthallen und -plätzen auf Platz 3.
Damit entspricht das Meinungsbild den tatsächlichen Gegebenheiten. Denn im Zuge der Sportstättenanalyse machten die Gutachter immerhin „in fünf Turnhallen schwerwiegende Mängel aus, die den Bestand oder eine weitere Nutzung gefährden“, sagt Projektmanager Konstantin Heinrich Pape vom Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung. Auf dieser Liste stehen die Hallen in der Siemensallee, Feldstraße, im Usedomer Weg, Puschkinring und Trelleborger Weg. Neun der 21 untersuchten Sporthallen indes seien qualitativ gut mit keinen oder unbedeutenden Mängeln. Sieben Gebäude seien „im Wesentlichen brauchbar, erforderten jedoch umfangreiche Renovierungsarbeiten“. Zudem habe die Analyse gezeigt, dass es in der Stadt zu wenig Turnhallen gebe. „Für den Vereinssport fehlen 1100 Quadratmeter Hallenfläche, das entspricht einer Dreifeldhalle zuzüglich einer wettkampfgeeigneten Zweifeldhalle“, erklärt Projektmanager Pape.
Damit nicht genug: Auch der Schulsport in Greifswald weise ein Defizit an Hallenfläche von rund 1400 Quadratmetern auf. Dabei seien bereits die geplanten oder noch im Bau befindlichen Gebäude, wie etwa das an der Caspar-David-Friedrich-Schule, berücksichtigt. Ganz konkret macht Pape Defizite an der Kollwitz- und an der Nexö-Grundschule aus. Nicht untersucht wurde die Sportsituation an Schulen freier Trägerschaft.
Nach Umfragen und Situationsanalyse planen die Potsdamer Wissenschaftler jetzt, die Ergebnisse mit Vertretern von Vereinen, Schulen und Kindertagesstätten in Workshops zu diskutieren. „Das erste Treffen dieser Art findet am 8. November statt“, sagt Pape. Danach erfolge die Endauswertung. Ziel sei es, der Stadt im Februar die Studie zu überreichen.
Im Sportausschuss stieß die Präsentation dieser ersten Ergebnisse auf großes Interesse. „Ich bin beeindruckt, wie viele Daten in relativ kurzer Zeit gesammelt wurden“, sagt Ausschussvorsitzende Mignon Schwenke (Linke). Auch Sportbundvorsitzender Bernt Petschaelis ist froh, dass nach 26 Jahren endlich wieder eine Sportplanung für Greifswald erarbeitet werde. Allerdings sehe er noch Verbesserungspotential: „Wir haben mit dem maritimen Sport in Greifswald ein Alleinstellungsmerkmal, das uns von anderen Städten unterscheidet. Das sollte auch in der langfristigen Planung zum Ausdruck kommen“, regt er an.
ostsee-zeitung.de vom 11.09.2018, Petra Hase
Quelle/ URL: http://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Greifswald/Greifswalder-sind-sehr-aktiv