Schlagwort-Archive: Weimar

Tennenplatz im Wimariastadion

Sportentwicklungsplanung Weimar: Zentrale Weichenstellungen für die nächsten zehn Jahre

Im Rahmen der zweiten prozessbegleitenden Arbeitsgruppensitzung zur Integrierten Sportentwicklungsplanung (ISEP) wurden zentrale Ergebnisse zur Sportinfrastruktur, zum Vereins- und Schulsport sowie zum Sport- und Bewegungsverhalten der Weimarer Bevölkerung vorgestellt.

Die Bestands‑Bedarfs‑Bilanzierung zeigt, dass insbesondere im vereinsorganisierten Sport Defizite bei gedeckten Sportanlagen bestehen. Betroffen sind vor allem Sportspielhallen über 800 m² sowie Sporthallen mittlerer Größe, die für Trainings‑ und Wettkampfbetrieb genutzt werden. Gleichzeitig wurden vier Schulstandorte mit sportinfrastrukturellen Defiziten identifiziert. Eine gezielte Behebung dieser Defizite würde nicht nur den Schulsport stärken, sondern auch dem Vereinssport zusätzliche Nutzungskapazitäten in den Nachmittags‑ und Abendstunden eröffnen.

Bei den ungedeckten Sportanlagen verfügt Weimar insgesamt über ausreichende Flächen. Dies ist insbesondere auf die aktuell laufenden Aufwertungsmaßnahmen zurückzuführen, bei denen die beiden Tennensportplätze im Wimaria‑Stadion zu Kunstrasenplätzen umgebaut werden. Gleichwohl bestehen weiterhin qualitative Sanierungsbedarfe, vor allem bei älteren Anlagen.

Ein besonders deutlicher Handlungsbedarf zeigt sich im Schwimmsport: Während die Bedarfe im Sommer durch Freibadnutzungen ausgeglichen werden können, besteht im Winterhalbjahr ein erhebliches Kapazitätsdefizit für den Vereinssport. Für den Schulschwimmunterricht werden die Bedingungen mehrheitlich positiv bewertet, dennoch wurden an einzelnen Schulen strukturelle Herausforderungen identifiziert.

Die Bevölkerungsbefragung verdeutlicht zudem einen anhaltenden Trend zu individuell organisierten Sport‑ und Bewegungsformen. Öffentliche Bewegungsräume, wohnortnahe Angebote und multifunktionale Anlagen gewinnen gegenüber klassischen Vereinsstrukturen zunehmend an Bedeutung. Dieser Wandel unterstreicht die Notwendigkeit einer integrierten Betrachtung von Schul‑, Vereins‑, Freizeit‑ und Individualsport bei zukünftigen Planungen.

Die Ergebnisse werden in den nächsten Prozessschritten zu einem gemeinsamen Maßnahmenkatalog verdichtet und priorisiert. Ziel ist es, tragfähige Entscheidungsgrundlagen für Politik und Verwaltung zu schaffen und die sportliche Infrastruktur Weimars langfristig qualitativ und quantitativ weiterzuentwickeln.

 

Bild: Wimaria-Stadion, INSPO.

Waldsportplatz Schöndorf

Weimar fragt nach: Start der Bevölkerungsbefragung zum Sportverhalten

Wie viele andere Kommunen steht auch die Stadt Weimar vor der Herausforderung, ihre sportliche Infrastruktur langfristig und bedarfsgerecht zu planen. Dafür wird unter wissenschaftlicher Begleitung des Instituts für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam eine Sportentwicklungsplanung erarbeitet.

Nach den abgeschlossenen Sportstättenbegehungen steht nun die Bedarfsermittlung über Befragungen im Mittelpunkt. Dafür werden zentrale Akteure der Weimarer Sport- und Bewegungslandschaft sowie die Bevölkerung aktiv einbezogen. Schulen und Sportvereine konnten bereits im vergangenen Jahr Fragebögen ausfüllen. Diese Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für ein möglichst vollständiges und ganzheitliches Bild der aktuellen Bedürfnisse.

Aktuell läuft die Bevölkerungsbefragung, an der eine repräsentative Auswahl von Bürger*innen teilnehmen kann. Bereits jetzt haben über 1.000 Weimarer*innen ihre Einschätzungen und Wünsche eingebracht. Damit leistet auch die Bevölkerung einen entscheidenden Beitrag für eine zukunftsorientierte und bedarfsgerechte Sportentwicklungsplanung.

 

Bild: INSPO. Waldsportplatz Schöndorf, 08.07.2025.

 

Haus in Weimar

Weimar fragt nach: Start der Befragungen der Sportvereine und Schulen

Wie viele andere Kommunen steht auch die Stadt Weimar vor der Herausforderung, ihre sportliche Infrastruktur auf Grundlage einer wissensbasierten Steuerung langfristig und bedarfsgerecht zu planen, um Fehlinvestitionen zu vermeiden, Sportvereine und Schulen adäquat zu versorgen, um damit die Lebensqualität der Bevölkerung nachhaltig zu sichern. Aus diesem Grund wird unter wissenschaftlicher Begleitung des Teams vom Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam eine Sportentwicklungsplanung erarbeitet.

Nach dem Abschluss der Sportstättenbegehungen beginnt nun die konkrete Bedarfsermittlung. Hierzu werden wichtige Akteure der Senftenberger Sport- und Bewegungslandschaft miteinbezogen. Dies geschieht über umfangreiche Befragungen (Fragebogen), welche alle Schulen und Sportvereine erreichen werden. Ziel ist es, ein möglichst vollständiges und v. a. ganzheitliches Bild aufzunehmen, um eine bedarfsgerechte Planung abzuleiten.

Im nächsten Jahr startet auch die Bevölkerungsbefragung, aber an denen eine repräsentative Auswahl an Bürger*innen teilnehmen kann. 

 

Bild: Dana Ward auf Unsplash

Stadion Wimaria

Abschluss der Begehungen in der Stadt Weimar

Das INSPO wurde von der thüringischen Stadt Weimar beauftragt eine Integrierte Sportentwicklungsplanung zu erstellen.

Das Projekt umfasste die Begehung von insgesamt 40 Sportstätten durch unseren erfahrenen und fachkundigen Kataster-Experten. Hierbei wurden neben den klassischen Kernsportanlagen und Schulsportanlagen samt Funktionsgebäuden auch Freizeitsportanlagen (z. B. Kletterhalle, Kraftraum) begutachtet. Letzte Woche wurden die restlichen Anlagen vollständig aufgenommen.

Parallel zur Qualifizierung und Digitalisierung der Daten und Aufbereitung für ein Sportstättenkataster, laufen die Vorbereitungen für die institutionellen Befragungen (Bevölkerung, Schulen, Sportvereine, Kindertagesstätten).


Bild: INSPO, 01.07.2024: Stadion Wimaria

Statue Goethe und Schiller in Weimar

Kick-off zur Sportentwicklungsplanung in der Stadt Weimar

Am 20. März 2025 trafen sich die Weimarer Verwaltung, der Stadtsportbund sowie das INSPO zum Start des Arbeitsprozesses der Integrierten Sportentwicklungsplanung für die Stadt Weimar. Neben der Herausforderung, sportliche Infrastrukturen langfristig und bedarfsgerecht zu planen, gilt es u. a. die Voraussetzungen für zielgruppenadäquate Sport- und Bewegungsangebote zu verbessern.

Im Rahmen des Kick-offs wurden durch das INSPO die Abläufe, Hintergründe, Vorgehensweisen sowie Beteiligungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten zur Erstellung der Studie erläutert. Im Anschluss folgte eine offene Diskussion zu zentralen Potentialen und Herausforderungen innerhalb der Weimarer Sport- und Bewegungslandschaft. 

Die nächsten zentralen Arbeitsschritte sehen die Durchführung der Bevölkerungs-, Sportvereins- und Schulbefragung sowie die Sportstättenbegehungen vor.

Im Frühjahr 2026 soll die Sportentwicklungsplanung mit dem Zeithorizont 2035 vorliegen.

 

Bild: Dana Ward auf Unsplash